Interessenverband des
Video- und Medienfachhandels
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Daten & Fakten

Aus dem Geschäftsbericht 2008

Mit einem Umsatzminus im Spielfilmverleih in Höhe von vier Prozent setzte sich laut GfK die negative wirtschaftliche Entwicklung im Verleihhandel leider auch 2008 weiter fort. Zwar blieb die Gesamtanzahl der Verleihvorgänge mit 107,5 Millionen Ausleihen nahezu auf Vorjahres-Niveau (minus 1 Prozent), doch konnten damit die Auswirkungen sinkender Vermietpreise nicht kompensiert werden. Bezogen auf die einzelnen Quartale stellten sich die Verleihergebnisse höchst unterschiedlich dar: verzeichnete der Handel im ersten und dritten Quartal mit +1 bzw. 0 Prozent noch akzeptable Umsatzentwicklungen, so erfolgten im zweiten und vierten Quartal mit -8 bzw. -9 Prozent außergewöhnlich starke Einbrüche, die sich deutlich sichtbar im Gesamtergebnis niederschlugen. Hauptursachen hierfür dürften die im Frühsommer ausgetragene Fußball-Europameisterschaft sowie die allgemeine Konsumzurückhaltung nach Ausbruch der Finanzkrise im Herbst gewesen sein.

Ein Blick auf die Zahlen des „Video on Demand“-Marktes (VoD) jedenfalls zeigt, dass es nicht die seit Jahren prophezeite Trendwende zugunsten entsprechender Online-Angebote war, die das Ergebnis des Verleihhandels maßgeblich beeinträchtigt hat. Zwar konnten VoD-Anbieter im abgelaufenen Geschäftsjahr teils erhebliche prozentuale Umsatzzuwächse verzeichnen, doch fiel die Gesamtzahl der „on demand“ abgerufenen Filme mit 2,2 Millionen Titeln erneut vergleichsweise bescheiden aus. Die Gründe hierfür dürften unter anderem in den Ergebnissen einer 2008 veröffentlichten Studie der „Stiftung Warentest” zu finden sein, die dem VoD-Markt eine nach wie vor zu geringe Angebotsvielfalt, schlechte Qualität sowie ein überhöhtes Preisniveau attestiert.

Ein tatsächlicher Wachwechsel deutet sich indes bei den Trägerformaten an. Nachdem sich Blu-ray zu Beginn des Jahres 2008 offiziell gegen HD-DVD als Nachfolger für die herkömmliche DVD durchsetzen konnte, gewann das Format im Jahresverlauf stetig an Bedeutung. Im Verkaufsbereich schnellte die Anzahl abgesetzter Träger – verglichen mit 2007 – um 400 Prozent nach oben, was einer Gesamtzahl von 1,7 Millionen verkaufter Blu-ray-Discs entspricht. Im Vermietbereich sicherte sich das neue Format einen Umsatzanteil in Höhe von zwei Prozent.

 

 

 

 

 



 

 

 
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